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15.11.2003

 

Ortsverband Wittlich

 

 

Geschichte der JVA Wittlich

 

Im Jahre 1902 wurden in Wittlich das „Königliche Männer-Gefängnis“ und das „Königliche Weiber-Gefängnis“ in Dienst gestellt. Die 1,5 Millionen Goldmark teure Doppelanstalt war in der für die damalige Zeit typische Strahlenbauweise gehalten und anfangs für 708 Gefangene ausgelegt.

Am 01.08.1912 Eröffnung des ersten Jugendgefängnisses in den Gebäuden des preußischen Weibergefängnisses als selbständige Behörde unter der Leitung von Hans Ellger, vormals evangelischer Pfarrer in Lüttringhausen.

Schon im Jahre 1342 soll es in Wittlich ein Gefängnis gegeben haben, leider ohne nähere Lagebezeichnung.

Die ersten Nachrichten, in dem seit 1815 preußisch gewordenen Wittlich, sprechen von einem „Kantonsgefängnis“, das sich im ehemaligen Himmeroder Hof (heute Haus Gassen-Schrot in der Trierer Straße) befand.

Um die Justizvollzugsanstalt sind 53 Wohnungen angesiedelt, die ursprünglich von Bediensteten bewohnt waren (Residenzpflicht).

 

 

(Pforte JVA)                                                          ( Pforte JSA)          

 

(JV Schule)

 

Vollzugliche Zuständigkeiten der JVA

     

Männliche Gefangene  -  geschlossener Vollzug

    a)  Freiheitsstrafen von mehr als 3 Monaten bis 3 Jahren an Gefangenen mit Wohnort
         aus dem Landgerichtsbezirk Koblenz


    b)  Freiheitsstrafen von mehr als 21 Monaten bis 8 Jahren an Gefangenen mit Wohnort
         aus dem Landgerichtsbezirk Trier.

 

    c)  Sicherungsverwahrung, soweit nicht eine Unterbringung in der JVA Diez angezeigt ist    

        (Auffangzuständigkeit)
 

 

Männliche Gefangene  -  offener Vollzug

Freiheitsstrafen an Gefangenen mit Wohnort im Landgerichtsbezirk Trier ab 1 Jahr noch zu verbüßender Freiheitsstrafen

 

Sicherungsverwahrung, soweit nicht eine Unterbringung in der JVA Diez angezeigt ist    

(Auffangzuständigkeit)
 

 
Justizvollzugskrankenhaus

Allgemeines:

Am 30.01.1970 erwarb das Land Rheinland-Pfalz vom Kreis Bernkastel-Wittlich den gesamten Gebäude- und Flächenkomplex des ehemaligen Kreiskrankenhauses „St. Elisabeth“. Nach umfangreichen Baumaßnahmen in den Jahren 1975 bis 1980 wurde in diesem Gebäudekomplex die Justizvollzugsschule des Landes Rheinland-Pfalz und das Medizinische Bertreuungszentrum (MBZ) eingerichtet. Am 04.05.1981 wurde das MBZ durch den damaligen Minister der Justiz Rheinland-Pfalz, Herrn Dr. Carl-Ludwig Wagner in Anwesenheit von Vertretern des Saarlandes in Dienst gestellt.

Im Jahre 1983 wurde das Medizinische Betreuungszentrum (MBZ) in Justizvollzugskranken-haus (JVK) umbenannt. Zuständig für alle Gefangene aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland

 

Vollzugliche Zuständigkeiten der JSA

 

Die  Jugendstrafanstalt Wittlich ist eine Einrichtung für den Vollzug von Jugendstrafen an männlichen Gefangenen

 

Männliche Gefangene - geschlossener Vollzug

rechtskräftige Strafen

Jugendstrafen (insges.) und Freiheitsstrafen bei Verurteilten ab 6 Monate, die bei Beendigung des Strafvollzugs noch nicht 24 Jahre alt sein werden und sich für den Jugendstrafvollzug eignen, mit Wohnort in den Landgerichtsbezirken Koblenz und Trier.

U.-Haft

aus den Landgerichtsbezirken Trier, soweit zur Tatzeit unter 21 Jahren.

 

Männliche Gefangene - offener Vollzug

rechtskräftige Strafen

Jugendstrafen (insges.) und Freiheitsstrafen bei Verurteilten ab 6 Monate, die bei Beendigung des Strafvollzugs noch nicht 24 Jahre alt sein werden und sich für den Jugendstrafvollzug eignen, mit Wohnort in den Landgerichtsbezirken Koblenz und Trier.

 

Zuständigkeiten der Justizvollzugsschule
 

Theoretische Ausbildung der Anwärterinnen und Anwärter im Vorbereitungsdienst für die Laufbahn des mittleren Dienstes bei Justizvollzugsanstalten in Rheinland-Pfalz und im Saarland.


Durchführung der begleitenden Lehrveranstaltungen für die Laufbahn des gehobenen Vollzugs- und Verwaltungsdienstes während der praktischen Ausbildung.


Planung, Organisation und Durchführung von Fortbildungsveranstaltungen für alle Laufbahngruppen im Justizvollzug in Rheinland-Pfalz und im Saarland (teilweise auch Luxemburg).


Bereitstellen von Unterkunft und Vollverpflegung für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Aus- und Fortbildungsveranstaltungen.


Betreuung, Pflege und Fortentwicklung des Justizvollzugsmuseums.

 

Justizvollzugsmuseum
 

In der Justizvollzugsschule Rheinland-Pfalz wurde das Justizvollzugsmuseum Rheinland-Pfalz eingerichtet und im März 1999 eröffnet.

Im Justizvollzugsmuseum werden Gegenstände und Dokumente aus dem Bereich Justizvollzug - insbesondere Justizvollzug in Rheinland-Pfalz - ausgestellt.

Durch diese Sammlung von “Zeugnissen” sollen durch das Mittel der Ausstellung Informationen über den Strafvollzug, seine Bedeutung und seine Entwicklung vermittelt werden. 

Führungen durch Justizvollzugsanstalten sind nur in wenigen Ausnahmefällen möglich, weil Sicherheitsaspekte und die Persönlichkeitsrechte der Gefangenen diesen entgegenstehen. 

Das Justizvollzugsmuseum bietet interessierten Bürgerinnen und Bürgern sowie Schulklassen eine Möglichkeit, sich über das Leben in Strafvollzugsanstalten, sich über die tatsächlichen Gegebenheiten und die Entwicklung vom reinen Verwahr- zum modernen Behandlungsvollzug zu informieren und sich damit auseinander zu setzen. 
 

 

           

(Hauptverwaltung, offener Vollzug, Justizvollzugskrankenhaus und Justizvollzugsschule)

 

Gründung des Ortsverbandes Wittlich

 

Die Umsetzung von wirtschaftlichen, rechtlichen, sozialen und beruflichen Belangen sowie von materiellen Investitionen veranlasste weitblickende Kollegen zu einem organisierten Zusammenschluss. Daher gründeten am 26.06.1951 40 Mitglieder den Ortsverband Wittlich. Peter Benz war der erste Vorsitzende.

 

 

Dem ersten Vorstand gehörten an: 

Peter Benz 1. Vorsitzender  
Dr. Ludwig Linke 2. Vorsitzender  
Emil Schmitt Schriftführer 1957 stellvertretender, 1970 Landesvorsitzender und später bis zu seinem Tode 2006 Ehrenvor-sitzender im Landesverband
Peter Clemens 1. Beisitzer  
Peter Schönhofen 2. Beisitzer  
Rudolf Vogt 3. Beisitzer  

 

 

Von 1968 bis 1980 verdreifachte sich fast der Mitgliederbestand. Diese beachtliche Leistung war in erster Linie dem Vorsitzenden Heinz Kasel (1968 – 1979) und dem Kollegen Josef Schäfer (1967 – 1984 Schriftführer) zu verdanken. Heute zählt der Ortsverband Wittlich 305 Mitglieder und gehört damit zu den Mitgliedstärksten Ortsverbänden im Landesverband Rheinland-Pfalz.

 

Ortsverbandsvorstand

Die Vorsitzenden des Ortsverbandes:

1951

bis

1957

1957

bis

1963

1963

bis

1968

1968

bis

1979

1979

bis

1984

1984

bis

1990

1990

bis

2000

2000

bis

2009

2009

bis

Heute

Peter

Benz

Franz Müller

Josef

Singor

Heinz

Kasel

Harry

Parprat

Richard Hower

Klemenz Heinzen-

burger

Hans Josef Wagner

Michael Becker

 

 

Der Ortsverband Wittlich vertritt wie oben erwähnt drei Vollzugsbehörden:

 

Justizvollzugsanstalt Wittlich (JVA),

Jugendstrafanstalt Wittlich (JSA) und die

Justizvollzugsschule Rheinland-Pfalz (JVS)

 

BSBD Ortsverband Wittlich

Vorstand für die Amtszeit von 2009 bis 2011

1. Vorsitzender  Michael Becker
2. Vorsitzende  Helmut Mathei
  Tobias Horn
Schatzmeister  Walter Junk
Schriftführer Jochen Berg

 

Beisitzer:

 

AVD/JVA    

Stefan Wagner

AVD/JSA 

Marcel Wagner
Werkdienst JVA Jürgen Czerny
Werkdienst JSA Peter Steffes
gehobener Dienst JVA Frank Bochmann
gehobener Dienst JSA Franz-Josef Schäfer
Vertreter JVK Jürgen Berg
Vertreter OVA  Uwe Kreten
Frauenbeauftragte Daniela Neyses
Tariflich Beschäftigte Renate Gartner
Kassenprüfer  Jürgen Maus
Kassenprüfer  Bastian Hermann
 

 

 

Der Ortsverband Wittlich ist per Mail über

seinen Vorsitzenden Michael Becker,

die beiden Stellvertreter Helmut Mathei, und  Tobias Horn,

den Schatzmeister Walter Junk

und den Schriftführer Jochen Berg

zu erreichen