Im Jahre 1902 wurden in Wittlich
das „Königliche Männer-Gefängnis“ und das „Königliche
Weiber-Gefängnis“ in Dienst gestellt. Die 1,5 Millionen Goldmark teure
Doppelanstalt war in der für die damalige Zeit typische
Strahlenbauweise gehalten und anfangs für 708 Gefangene ausgelegt.
Am 01.08.1912 Eröffnung des
ersten Jugendgefängnisses in den Gebäuden des preußischen
Weibergefängnisses als selbständige Behörde unter der Leitung von Hans
Ellger, vormals evangelischer Pfarrer in Lüttringhausen.
Schon im Jahre 1342 soll es in
Wittlich ein Gefängnis gegeben haben, leider ohne nähere
Lagebezeichnung.
Die ersten Nachrichten, in dem
seit 1815 preußisch gewordenen Wittlich, sprechen von einem
„Kantonsgefängnis“, das sich im ehemaligen Himmeroder Hof (heute Haus
Gassen-Schrot in der Trierer Straße) befand.
Um die Justizvollzugsanstalt
sind 53 Wohnungen angesiedelt, die ursprünglich von Bediensteten
bewohnt waren (Residenzpflicht).
Am
30.01.1970 erwarb das Land Rheinland-Pfalz vom Kreis
Bernkastel-Wittlich den gesamten Gebäude- und Flächenkomplex des
ehemaligen Kreiskrankenhauses „St. Elisabeth“. Nach umfangreichen
Baumaßnahmen in den Jahren 1975 bis 1980 wurde in diesem
Gebäudekomplex die Justizvollzugsschule des Landes Rheinland-Pfalz und
das Medizinische Bertreuungszentrum (MBZ) eingerichtet. Am 04.05.1981
wurde das MBZ durch den damaligen Minister der Justiz Rheinland-Pfalz,
Herrn Dr. Carl-Ludwig Wagner in Anwesenheit von Vertretern des
Saarlandes in Dienst gestellt.
Im Jahre
1983 wurde das Medizinische Betreuungszentrum (MBZ) in
Justizvollzugskranken-haus (JVK) umbenannt. Zuständig für alle
Gefangene aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland
Jugendstrafen (insges.) und
Freiheitsstrafen bei Verurteilten ab 6 Monate, die bei
Beendigung des Strafvollzugs noch nicht 24 Jahre alt sein werden
und sich für den Jugendstrafvollzug eignen, mit Wohnort in den
Landgerichtsbezirken Koblenz und Trier.
U.-Haft
aus den Landgerichtsbezirken
Trier, soweit zur Tatzeit unter 21 Jahren.
Jugendstrafen (insges.) und
Freiheitsstrafen bei Verurteilten ab 6 Monate, die bei
Beendigung des Strafvollzugs noch nicht 24 Jahre alt sein werden
und sich für den Jugendstrafvollzug eignen, mit Wohnort in den
Landgerichtsbezirken Koblenz und Trier.
Theoretische Ausbildung der Anwärterinnen und
Anwärter im Vorbereitungsdienst für die Laufbahn des mittleren
Dienstes bei Justizvollzugsanstalten in Rheinland-Pfalz und im
Saarland.
Durchführung der begleitenden Lehrveranstaltungen für die Laufbahn des
gehobenen Vollzugs- und Verwaltungsdienstes während der praktischen
Ausbildung.
Planung, Organisation und Durchführung von Fortbildungsveranstaltungen
für alle Laufbahngruppen im Justizvollzug in Rheinland-Pfalz und im
Saarland (teilweise auch Luxemburg).
Bereitstellen von Unterkunft und Vollverpflegung für die
Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Aus- und
Fortbildungsveranstaltungen.
Betreuung, Pflege und Fortentwicklung des Justizvollzugsmuseums.
In
der Justizvollzugsschule Rheinland-Pfalz wurde das
Justizvollzugsmuseum Rheinland-Pfalz eingerichtet und im März 1999
eröffnet.
Im Justizvollzugsmuseum werden Gegenstände und Dokumente aus dem
Bereich Justizvollzug - insbesondere Justizvollzug in Rheinland-Pfalz
- ausgestellt.
Durch diese Sammlung von “Zeugnissen” sollen durch das Mittel der
Ausstellung Informationen über den Strafvollzug, seine Bedeutung und
seine Entwicklung vermittelt werden.
Führungen durch Justizvollzugsanstalten sind nur in wenigen
Ausnahmefällen möglich, weil Sicherheitsaspekte und die
Persönlichkeitsrechte der Gefangenen diesen entgegenstehen.
Das Justizvollzugsmuseum bietet interessierten Bürgerinnen und Bürgern
sowie Schulklassen eine Möglichkeit, sich über das Leben in
Strafvollzugsanstalten, sich über die tatsächlichen Gegebenheiten und
die Entwicklung vom reinen Verwahr- zum modernen Behandlungsvollzug zu
informieren und sich damit auseinander zu setzen.
(Hauptverwaltung, offener Vollzug, Justizvollzugskrankenhaus und
Justizvollzugsschule)
Die
Umsetzung von wirtschaftlichen, rechtlichen, sozialen und beruflichen
Belangen sowie von materiellen Investitionen veranlasste weitblickende
Kollegen zu einem organisierten Zusammenschluss. Daher gründeten am
26.06.1951 40 Mitglieder den Ortsverband Wittlich. Peter Benz war der
erste Vorsitzende.
Dem
ersten Vorstand gehörten an:
Peter Benz
1. Vorsitzender
Dr. Ludwig Linke
2. Vorsitzender
Emil Schmitt
Schriftführer
1957 stellvertretender, 1970
Landesvorsitzender und später bis zu seinem Tode 2006 Ehrenvor-sitzender
im Landesverband
Peter Clemens
1. Beisitzer
Peter Schönhofen
2. Beisitzer
Rudolf Vogt
3. Beisitzer
Von 1968 bis 1980 verdreifachte sich fast der
Mitgliederbestand. Diese beachtliche Leistung war in erster Linie dem
Vorsitzenden Heinz Kasel (1968 – 1979) und dem Kollegen Josef Schäfer
(1967 – 1984 Schriftführer) zu verdanken. Heute zählt der Ortsverband
Wittlich 305 Mitglieder und gehört damit zu den Mitgliedstärksten
Ortsverbänden im Landesverband Rheinland-Pfalz.